Mittwoch, 12. September 2012

Auf die Rügen Insel an der Ostsee - Kurzbesuch in Berlin

Mehr oder weniger ganz spontan setzten Sebastian und ich uns am 7. 9. im Zug Richtung Ostseebad Binz und blieben dort bis 10. 9.

Eine Unterkunft via "CS" bekamen wir leider nicht mehr.  Nein, das stimmte nicht, eine freundliche Einladung aus Sassnitz kam auch.  Es war aber leider zu spät, da wir uns bereits eine FeWo im Haus Jasmund (sauber, freundlich und v.a. günstig) buchten.

Nächstes Mal würden wir uns besser auf unsere Reise vorbereiten.  

Wir sind "leider" die Spontan-Reisende.  "Spontan", da wir als Student ja nicht immer genug Geld haben.  Wir "haben" nicht immer Zeit.  Klar, es ist Ferien.  Aber in meinem Fall, verbrachte ich die Ferienzeit in sämtlichen Arbeitsplätzen.  Oder im Fall meines Freundes mit Pflicht-Literatur Zweck Prüfung Schreibens.  Aber irgendwie geht es sich für ein "short trips" immer aus und irgendwie hatten wir mit dem Wetter auch immer Glück :) :)

Diesmal sah unsere Ferienreise folgendes aus:

Am 8. 9. wanderten wir entlang des Hochufers von Binz nach Sellin und fuhren mit dem "Rasenden Roland" zurück.  "Der Roland" rast zum Glück nicht!





















Am 9. 9. fuhren wir ab Prora mit dem Bus zur Halbinsel Jasmund, um den Königsstuhl und die Kreidefelsen uns anzuschauen.

Nach Prora gingen wir zu Fuß bzw. barfuß am Strand entlang.  In Prora ist der gigantische "Koloss von Prora" zu besichtigen.  Also, dieser ca. 4.5 km langer Bau aus der NS-Zeit ist vielleicht weniger zu "bewundern", aber wir jedenfalls konnten innehalten und uns im Gehirn erneut feststellen, dass solche Zeit nie nie und nie wieder vorkommen darf.

Wer auf den Königsstuhl will, muss Eintritt zahlen.  Viel Geld haben wir als Student nicht, dafür aber das Fitness der jungen "Welt-Eroberer".  Also, beschlossen wir, die ca. 450 Stufen (ca. 110 m Höhenunterschied), den Abstieg zum Strand zu überwinden.  Dort unten auf dem kiesigen Strand blickten wir auf den Königsstuhl hinauf.  Das war auch herrlich :)  Danach gingen wir den Wanderweg "Viktoria Sicht" durch einen der ältesten Buchenwald Deutschlands, von dort aus man "ganz auf Augenhöhe" den Königsstuhl betrachten kann - gratuitous ;).























Am 10. 9. um 8:43 saßen wir schon im Zug zurück nach München.  Einen 4 stündigen Zwischen-Stopp legten wir in Berlin ein.  Wir wollten uns Currywursts Geburtsort anschauen :)




























Für diese Reise bedanken wir uns in erste Linie natürlich an unseren Eltern.  Sie bezahlten uns zwar nicht direkt diese Reise, aber ohne sie, ohne ihre finanzielle Unterstützung in unserem gesamten Studentenleben, in unserem "Kindesleben", würden wir uns diese Reise sicherlich nicht leisten können.  Und wenn sie uns nicht in einer Art und Weise die Lust und Freude an "Neues entdecken", "in die Welt hinausschnuppern" bereits vom Kindesalter mitgegeben hätten, würden wir wahrscheinlich auch nie auf die Idee kommen können, dass es "dort draußen" auch schön ist.

Als nächstes ein Dank an Haus Jasmund.  Nachdem ich erfolglos (Haus belegt oder niemand ging ans Telefon) an verschiedenen Häusern anrief, rief Fr. Krüger (die Eigentümerin des Hauses) mich zurück.  Sie gab uns ein ordentlich gutes Angebot für eine ihrer Appartements.  Es war eine saubere Wohnung ca. 40 m^2 groß.  In der Küche ist alles da was man an Vorbereitung von täglichem Essen braucht.  Sie war auch wirklich sehr freundlich.

Schließlich bedanken wir uns an der Deutschen Bahn für ihre "Spar-Angebote".  Ich meinte ja immer, mit der Bahn verreisen ist gar nicht so günstig, aber ab und an haben sie interessante Angebote für die "Armen".  Um 400 EUR fuhren wir wir "hin und her" mit dem Schnellzug in der 1. Klasse mit reservierten Plätzen. Die Toilette bedürfe (im Falle der Sauberkeit - wie immer und nach meinem persönlichen Empfinden) etwas mehr Zuwendung.  Es stinkt immer so furchtbar und es gibt scheinbar auf dieser Welt immer noch Männer, die stehend in den Tiefspüler urinieren.  Wie kann das denn wohl in einem ruckelnden Zug ordentlich funktionieren?  Na gut über sowas lächerliches brauche ich mich nicht aufregen, sonst werde ich schneller alt als ich wohl werden kann :)

Mit der Bahn verreisen war wirklich eine gute Entscheidung.  Die Busfahrten auf der Insel war zwar zum "Zähne zerknirschen" teuer (es gibt sicher Ticketsangebote, die wir als Touristen nicht kennen), aber der Umwelt zur Liebe taten wir das.  Und das war wirklich notwendig so.  Auf der Insel sind nämlich bereits viel zu viel Autos unterwegs.   

Also, nächstes Mal wirklich gut planen und sich informieren.  Ach was! Das sagten wir uns immer wieder, aber man kann sich irgendwie nie gut genug informieren und "planlos sein" tat manchmal auch gut :)